Gedichte | Julian Malte H. Schindele
  Julian Malte H. Schindele   
Freitag, 10. Februar 2017
Click statistic (1114)

Zwischen den Jahren
Zwischen Mithras und Dämonenfest
versorgt das Christuskind den Rest
16. Januar 2016, Meis

 

Im Auftrag der Mutter
Der Adamant,
rötlich
braun,
senkt
sich
langsam
zwischen
bläulichen
Schenkeln
Hinab

A
so geboren
aus Schaum
und Blut
weiß um die Verantwortung
der zähnenden Sichel.

Sie ist die Erstgeborene der Vergänglichkeit.
12.– 14. Januar 2016. Lykien

Zwischen Lethe und Mnemosyne steht ein Haus. Es heißt Geschichte.
26. März 2016. Meybod

Große Anbetung
Bedecket eure Häupter
Unser Mond ist verschwunden,
Reibet eure Gesichter
mit Schwarzerdt ein,
Er ruft zum Gebet.

Priester! Wo die Leuchtfeuer
der Wüsten unserem Gott
den Weg zu weisen.

Was ich tat, tat niemand vor mir
[Nebukadnezar].
31.12.2015, Lykien

Der Granatapfel
Leicht gibt sich der Granatapfel
nicht, langsam möchten seine
zartumhäuteten Kammern
erforscht und ertastet sein.

Diese,
einzeln aufgefingert, gebunden
weiße Membran, offenbaren Gierigen
rubine Augen. [Rubinaugen]

Von den Händen umworben,
von den Zungen besprochen,
verweigert sich Eva
allem Gleichnis.
Januar 2016, Lykien