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Wasser in Zentralasien Drucken
  Dr. Falk-Juri Knauft   
Freitag, 2. Oktober 2015
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Die Malaja Almatynka in ihrem natürlichen Bett oberhalb von Medeo.
Dr. Falk-Juri Knauft ist Prorektor für Forschung und Kooperation and der Deutsch-Kasachischen Universität Almaty (DKU). Zusammen mit anderen Akteuren aus Wissenschaft und Praxis organisiert die DKU einen Wassertag. Diese Veranstaltung sieht er als Plattform, welche die Chance bietet, die Rolle des Wassers und den Umgang mit dieser Ressource auf regionaler und überregionaler Ebene zu erforschen und auszuwerten.

 

Wenn ich in Almaty spazieren gehe, sehe ich überall Wasser. Die in Beton gezwungene Malaja Almatynka mit ihren Schwestern bewässert die kleinen Aryks, die oft nur als Abfallgräben missbraucht werden. Dabei erlauben gerade sie der Stadt eine grüne zu sein, indem sie die Bäume und Parks tränken. Die vielen Springbrunnen geben der Stadt ein jugendliches, dynamisches Bild und spenden im Hochsommer Kühle. Am Horizont sehe ich die weißen Gipfel des Tienschan, der in diesem Sommer viel von seinem „ewigen“ Eis verloren zu haben scheint. Im Winter sehe ich wie riesige Eiskristalle sich von den Dächern herabneigen bevor sie in der Frühlingssonne auf die Gehwege stürzen. Da ist es doch sicherer, sich in der Wohnung oder im Cafe einen Tee zu gönnen, mit dem Wasser gekocht, das mir die Berge gespendet haben.
Doch Almaty ist in Kasachstan eine Oase. Diese grüne Stadt am Rande der Berge genießt ihr Wasser in vollen Zügen. In anderen Teilen Kasachstans und der ganzen zentralasiatischen Region sieht es dagegen ganz anders aus. Hier herrscht Wassermangel. Wer hier etwas grünen lassen will, muss das Wasser an anderer Stelle einsparen. Wer im Winter mit Wasserkraft Strom erzeugen muss, um Wohnungen zu heizen, kann im Sommer keine Felder bewässern. Wer das kostbare Nass verschwendet oder verschmutzt, lässt andere leiden.
Wasser richtig, also nachhaltig und effizient zu nutzen, ist eine Kunst geworden, an deren Feinheiten man nie auslernt. Neben dem richtigen Umgang im Kleinen, wie er den Kindern bereits im Kindergarten und in der Schule vermittelt werden sollte, ist es auch wichtig die großen Verbraucher zu trainieren und neueste Erfahrungen zwischen Spezialisten auszutauschen. Hierzu bietet die Deutsch-Kasachische Universität auf Ihrem Wassertag Studenten und jungen Spezialisten Gelegenheit. Dieser Wassertag findet während des Semesters monatlich statt. Einerseits soll er dabei helfen, jungen Wasserwirtschaftlern das Wissen von Spezialisten und Praktikern zu vermitteln. Andererseits soll er auch dem Kontakt und dem Austausch zwischen diesen jungen Leuten dienen. Sie haben im Rahmen von Diskussionen und Gesprächen Gelegenheit Netzwerke aufzubauen und Forschungskooperationen zu planen. Die Idee zu diesem Wassertag entsprang am Rande des Master-Studienganges „Integriertes Wasserressourcen-Management“, der an der Deutsch-Kasachischen Universität gelehrt wird. Hier studieren bereits Studenten aus der ganzen zentralasiatischen Region unter Anleitung von einheimischen und deutschen Professoren, welche Rolle das Wasser in der regionalen Zusammenarbeit spielt, wie es umsichtig genutzt werden kann und damit Konflikte vermieden werden können.
Am 6.Oktober wird der Studiengang „Integriertes Wasserressourcen-Management“ der Deutsch-Kasachischen Universität in Zusammenarbeit mit der Satpaew-Universität sowie der Agrar-Universität am Deutschen Zentrum der Al-Farabi Universität einen solchen Wassertag zum Thema „Wasserwirtschaft in Deutschland“ veranstalten. Hierzu sind alle Studenten und Absolventen der Wasserwirtschaft eingeladen.

Informationen zum Wassertag sind über Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können bzw. über die Website www.dku.kz erhältlich.

 

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