| Baustelle Europa | | Drucken | |
|   von Christine Karmann | |
| Freitag, 13. August 2010 | |
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/Bild: Christine Karmann. 'Das Fotoprojekt „Europe – work in progress“ – eine frische Perspektive auf den europäischen Integrationsprozess.'/ Die Fotos wurden in den Jahren 1989 bis 2009 in fast ganz Europa aufgenommen: von England, Spanien, Frankreich, Deutschland, der Schweiz und Österreich über die Türkei und Griechenland, den Balkan nach Tschechien, Ungarn, Polen, in die Slowakei und Ukraine. „20 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs zeigt die Ausstellung eine frische Perspektive auf den europäischen Integrationsprozess“, sagt Michael Müller. „Österreich liegt heute im Herzen eines Europas ohne Grenzen und hat von der Ostöffnung neue Impulse bekommen. Vor allem die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den neuen Nachbarn hat Österreich von Anfang an sehr aktiv gefördert.“ Dass der Kapitalismus in Osteuropa angekommen ist, zeigen neben elegant eingedeckten Restauranttischen und Fassaden von Luxusimmobilien auch die Graffitis der Straßenkünstler: Ein Lehrer erklärt seinen Schülern das Dollarzeichen. Friss, juice cafe, heißt es auf einem anderen Bild. Barbara Zeidler, Fotografin und Projektmanagerin in Wien, möchte mit den Bildern zeigen, dass Veränderungen nicht nur als Verlust und Bedrohung, sondern auch als Bereicherung angesehen werden können. Für die Gründerin des Instituts für kulturresistente Güter ist „Europe in the making“ ein kreativer Ort mit Möglichkeiten für jeden Menschen. |