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Zentralasien
Leider keine Zeit für Selbstlosigkeit – oder keine Lust? | Leider keine Zeit für Selbstlosigkeit – oder keine Lust? | | Drucken | |
|   von Aischan Karypbajewa | |
| Donnerstag, 15. Juli 2010 | |
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/Bild: SHL . 'Schüler Helfen Leben - deutsche Schüler arbeiten im Rahmen dieser Initiative freiwillig, um ein Hilfsprojekt in Südosteuropa zu unterstützen.'/
Ein Klassenzimmer. Es ist Pause. Kein Lehrer ist im Zimmer. An der Wand hängt eine Uhr, aber ihr Ticken ist wegen des Lärms der Schüler nicht zu hören. Einige rennen wie Verrückte, einige plaudern, andere machen Hausaufgaben. Wenn man etwas tut, dann nur gegen Bezahlung „Ich werde nichts umsonst machen. Freiwillig und kostenlos arbeiten kann man sich heutzutage überhaupt nicht leisten“, antwortete eine Passantin auf die Frage, ob sie sich zivil engagieren möchte. Viele sagen, dass sie möchten, vielleicht würden sie sich zivil engagieren, wenn sie keine Probleme hätten. „Man muss sich um die Kinder kümmern, die Familie versorgen und Zeit sparen. Wir haben eine Wohnung gemietet, ich habe drei Kinder, und meine Frau ist arbeitslos. In der Familie arbeite nur ich”, sagte ein anderer. An dieser Befragung nahmen 170 Menschen teil, die zwischen 18 und 52 Jahre alt waren. Fast die Hälfte der Befragten (45 Prozent) erklärte, dass sie keine Möglichkeiten sehen, sich zu engagieren. Sie müssten sich selbst um eine Familie kümmern. Aber es schien, dass sie dazu auch keine Lust haben. Etwas mehr als zwei Fünftel haben keine Zeit. Die übrigen 13 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass jetzt niemand kostenlos arbeitet. Nach Auffassung der Mehrheit sind ein schweres Leben und ein zeitlich ausgefüllter Alltag die Grenzen für das zivile Engagement. Meistens engagieren sich Studenten oder Schüler
In Kirgisistan gibt es nur wenige Möglichkeiten, sich zu engagieren. Es gibt einige Jugendzentren, die zu der Organisation „Rotes Kreuz” gehören, deren Teilnehmer jeden Sonntag in Kinderheimen oder Altersheimen freiwillig arbeiten. Meistens sind sie Studenten oder Schüler. Sie spielen mit Kleinkindern oder kümmern sich um Rentner. Beispielweise im Kinderheim in Kara-Balta leben elf Kinder. Jeden Sonntag verbringen zwei oder drei Volontäre Zeit mit diesen Kindern. Es gibt viele Programme von dieser Organisation. Eines davon ist das Projekt „Vergessene Herzen”. Das Projekt existiert schon drei Jahre. Die Teilnehmer des Projekts gratulieren den Veteranen zum Geburtstag und machen kleine Geschenke. Außerdem veranstalten sie jedes Jahr zum 9. Mai Konzerte. Es gibt auch andere Engagierte, aber nicht sehr viele. Mit dem Text bewarb sich die Autorin für die IV. Zentralasiatische Medienwerkstatt. |